Geschichte

 

1911

Gründung als jüngster von damals vier Männerchören in Traunstein.


1920

Die Frauenstimmen kommen dazu (gemischter Chor).


1947

Die Sängerinnen und Sänger nehmen unter schwierigen Voraussetzungen die Chorarbeit unter dem Namen „Gesangverein 1911“wieder auf. 


Änderung des Namens in die heutige Bezeichnung „Chiemgau-Chor e.V. Traunstein“
 

1980


100 Jahre Chiemgau-Chor!
 

2011


Heute ist der Chiemgau-Chor der älteste und größte weltliche Laienchor in der Großen Kreisstadt Traunstein! Er hat die Zeichen der Zeit erkannt und kann sich auch in der heutigen modernen Gesellschaft erfolgreich behaupten.


Zum 90-jährigen Bestehen unseres Chores im Jahr 2001
wurde folgende Geschichte verlesen:

 

Anno 1911 gründeten unter Federführung des Musiklehrers Zankel eine Handvoll sangesfreudiger Männer im Gasthaus "Zum Löwen" zunächst den "Männergesangsverein". Er stand als jüngster von damals 4 Chören in Traunstein lange im Schatten vor allem der "Liedertafel", deren Mitglieder den sogenannten besseren Kreisen angehörten. Während des Ersten Weltkrieges ruhten die Aktivitäten und konnten erst 1919 wieder aufgenommen werden.

Bedingt durch den Krieg fehlten viele Männer, weshalb der Chor nun in gemischter Besetzung fortgeführt wurde. Zu jener Zeit war der Chor auch schon außerhalb Traunsteins bekannt und gab Konzerte. Im Zuge des Versammlungsverbotes während der NS-Zeit musste der Chor 1935 seine Volksliedpflege einstellen. Nach dem Krieg ging auch der Chor mit neuem Schwung im Jahre 1947 an seine Aufbauarbeit. Chorleiter war damals Georg Fendt.

Einen Höhepunkt erlebte der Gesangsverein in dieser Nachkriegszeit im Jahre 1951. Mit Arpad von Laban brachte der Chor dessen sensible künstlerische Vorstellungen zum Ausdruck. Nach dem Weggang Labans aus Traunstein im Jahre 1953 konnte Johannes W. Kopplin als neuer Chorleiter gewonnen werden. Obwohl gebürtiger Berliner, setzte er sich verstärkt für das alpenländische Volkslied ein. Unter seiner sicheren Leitung wurde der "Männergesangsverein 1911 Traunstein" ein Klangkörper von hohem Niveau und war auf vielen Veranstaltungen und Chorfesten zu hören. Verdient machte sich Kopplin auch um die Nachwuchspflege und gründete 1957 einen Kinderchor.

Durch die Auflösung der Liedertafel 1964 wechselten mehrere Männerstimmen zum Männergesangsverein 1911. Das tat dem Chor gut, denn in den 70er Jahren standen wichtige sängerische Aufgaben an. Großen Erfolg brachte das Mitwirken des Chores in Ruhpolding bei der Aufzeichnung des "Blauen Bock". Doch der Höhepunkt war ein Auftritt anlässlich der Olympischen Spiele, als das olympische Feuer in Traunstein eintraf. Die Stadt richtete einen oberbayerischen Abend aus, an dem der Traunsteiner Gesangsverein glänzte.

Die Tradition des Alpenländischen Adventssingens ist seit 1955 fester Bestandteil im Wirken des Vereins gewesen. Das Traunsteiner Adventsingen war in seiner Art eines der ältesten im alpenländischen Raum. Unter der Mitwirkung des beliebten Staatsschauspielers Fritz Straßner als Sprecher der verbindenden Texte konnte man noch mehr den steigenden Ansprüchen des Publikums gerecht werden. 

Zu den festen Bestandteilen des Chors gehörten unter anderem auch das Singen am Bürgerbrunnen im Stadtpark, ein Passionssingen, das Singen am Waldfriedhof am Hl. Abend, ein Faschingsabend und der alljährliche Chorausflug. 1978 löste Konrad Schmidhammer den langjährigen Chorleiter Johannes Kopplin ab. Da der gemischte Chor noch immer als Männergesangsverein betitelt wurde, beschloss man, den Namen zu ändern und ließ sich am 29.12.1980 als "Chiemgau-Chor e. V. Traunstein gegründet 1911" ins Vereinsregister eintragen. 

Ab 1983 führte mit Helma Vogl erstmals eine Chorleiterin den Verein zu neuen Erfolgen. Dazu zählte eine Konzertreise zur französischen Partnerstadt Gap (Hautes Alpes). Auf den Schwingen der Musik gelang es, die deutsch-französische Freundschaft zu festigen. Ab 1992 übernahm Augustin Spiel die Geschicke des Chores. Als erprobter Kirchenmusiker lenkte er die musikalische Richtung mehr zu geistlichen Konzerten und klassischem Liedgut. Neu eingeführt wurde ein Sommerkonzert in der Traunsteiner Klosterkirche mit anspruchsvollen Orchestermessen und Chorsätzen. Spiel regte auch mit der Idee der Adventstationen in der Vorweihnachtszeit die Ablösung der Großveranstaltung des Alpenländischen Adventssingens an.


Chorleiter in chronologischer Reihenfolge:

Josef Zankel  1911-1919

Albert Witter 1919-1935

Georg Fendt  1947-1951

Arpad von Laban 1951-1953

Hanns Kopplin 1953-1978

Konrad Schmidhammer 1978-1983

Helma Tschofen 1983-1992

Augustin Spiel 1992-2001

Michael Felsenstein 2001-2009

Alessandra De Crescenzo 2010-2012

Michael Felsenstein 2013-dato

Vorstände in chronologischer Reihenfolge:

Toni Burghartswieser 1911-1914

Paul Linden 1919-1935

Franz Büttner 1947-?

Hans Penias ?-1958

Ludwig Ertl 1958-1974

Franz Geyer 1974-1988 (jetzt Ehrenvorstand)

Peter Perseis 1988-2006 (jetzt Ehrenvorstand)

Irmgard Belser 2006-2017

Rudi Obermaier 2017-dato